An wen richtet sich die konventionelle IVF?
Am Anfang wurde die IVF nur angewandt bei Unfruchtbarkeitsbehandlungen an Frauen mit Schädigungen der Eileiter, was ein körperliches Hindernis für die Spermien bedeutet, welche die Eizellen nicht mehr zur Befruchtung erreichen können. Trotzdem gibt es heutzutage Indikationen, wie zum Beispiel bestimmte Fälle von schlechter Samenqualität, Scheitern bei Verfahren der künstlichen Insemination, Eierstocksdysfunktionen, Endometriose, Unfruchtbarkeit unbekannten Ursprungs, etc.
Wie wird es durchgeführt?
Zuerst müssen wir eine ausreichende Menge an Eizellen und Spermazellen gewinnen. Um eine ausreichende Menge an Eizellen zu gewinnen, muss sich die Patientin einem Verfahren der Einleitung der Ovulation unterziehen. Mit dieser Behandlung verfolgt man das Ziel mehrere Eizellen während eines angemessenen Reifungszyklus zu erhalten, damit diese im Labor mit dem Samen des Partners befruchtet werden können. Die Ovarienfolikel, welche die Eizellen enthalten
werden direkt abgesaugt aus den Eierstöcken mit einem Eingriff, den man als "transvaginale Punktion unter Sonographie" bezeichnet.
Die Patientin unterzieht sich einer Sedation (leichte Betäubung) und bemerkt keinen Schmerz. Während des Eingriffs, der in der Regel ungefähr 15 Minuten dauert, führt man das Absaugen der Folikel durch die Scheide durch und zwar ohne jede Art von Chirurgie. Die Eizellen werden im Labor weiter verarbeitet, wo sie in Kontakt treten mit dem Samen. Vorher muss die Samenprobe behandelt werden im Zuge eines Prozesses den man als "Spermienaufbereitung" bezeichnet mit dem Ziel den Teil mit der höchsten Befruchtungsfähigkeit abzutrennen vom Rest. Am Tag nach der IVF wird der Prozentsatz der Eizellen bewertet, die mit den Spermien befruchtet wurden.
Wie und wann müssen wir die Samenprobe für die IVF gewinnen?
Die Art der Auswahl der Samenprobe und ihr Transport ins Labor sind sehr wichtig, sowohl für die Bearbeitung wie auch für das gewünschte Ergebnis.
Die Samenprobe muss am Tag der Folikelpunktion im Labor erhalten werden und zwar vor 12:00 Uhr und man muss die folgenden Spezifikationen einhalten:
- 3 bis 5 Tag vor Gewinnung der Probe keinen Geschlechtsverkehr haben.
- Der Samen muss im Zuge einer Masturbation gewonnen werden.
- Es darf lediglich das richtige Gefäß benutzt werden (Auffangdose für den sterilen Urin).
- Die Qualität des Samen hängt von der Qualität des Orgasmus ab. Deswegen muss man sich die nötige Zeit nehmen und den bestmöglichen Stimulus suchen.
- Den gesamten Samen aus der Ejakulation entnehmen und das Gefäß gut schließen.
- Innerhalb einer Stunde nach Gewinnung muss man die Probe dem Labor aushändigen. Die Probe muss vor Licht, Kälte und übermäßiger Hitze geschützt werden.